Autor: Patrick Gensing

  • Liebesgrüße aus Moskau und Washington

    Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt auch international für Zustimmung aus dem politischen Umfeld der Partei. Elon Musk gratulierte auf X mit einem knappen „Gut gemacht!“. US-Präsident Donald Trump verbreitete auf Truth Social unkommentiert eine Hochrechnung mit dem AfD-Wahlsieg, der frühere US-Botschafter Richard Grenell sprach von einem „großen Sieg und einem neuen Tag in Deutschland“. Besonders positiv fällt die Resonanz in Russland aus. Gleichzeitig verschärft der Kreml den Ton gegen Deutschland und spricht von „Metastasen des Nazismus“ – gemeint ist damit aber keineswegs die AfD.

    In Russland berichten Staats- und kremlnahe Medien ausführlich über das Rekordergebnis. Die staatliche Nachrichtenagentur TASS greift Alice Weidels Anspruch auf einen Regierungsauftrag auf, andere Medien sprechen von einem „politischen Erdbeben“ für Deutschland.

    Dabei wird die AfD nicht nur als erfolgreiche Oppositionspartei dargestellt. Die Komsomolskaja Prawda erklärt ausdrücklich, sie sei „keine nazistische oder profaschistische Partei“, sondern nationalkonservativ. Ostdeutschland erscheint als das „wahre Deutschland“, das sich gegen ein westliches, amerikanisiertes, migrationsgeprägtes und zu stark an den USA orientiertes Deutschland behaupten müsse.

    Dementieren, drohen, desinformieren

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  • Aktuelle Berichterstattung zu Hitze und Ernteausfällen

    Der oberflächliche Blick auf die dürre Oberfläche

    Die Bilder ähneln sich: ausgetrocknete Böden, verdorrte Pflanzen und Landwirte auf staubigen Feldern. Darüber hinaus erscheinen Schlagzeilen über dramatische Ernteverluste. Eine Analyse zu Dürre, Hitze, Klimakrise, Ernährung, Bauern, pflanzliche Ernährung, vegan, Journalismus zeigt Risiken für Ernte und Boden. Die Situation betrifft auch Verbraucher, Märkte und Lieferketten.

    Für Getreide werden nur noch rund 40,6 Millionen Tonnen erwartet. Der wirtschaftliche Schaden bei Getreide und Raps könnte sich auf rund 600 Millionen Euro summieren.

    Allerdings ist das durchaus relevant, da es eine Grundlage für das Verständnis bildet. Dennoch bleibt die Berichterstattung häufig auf halbem Weg stehen und verpasst Zusammenhänge. Es wird berichtet, wie viel geerntet wird, wie hoch die Schäden ausfallen und welche Hilfen Bauern benötigen. Damit entsteht ein Bruch im Verständnis der Zusammenhänge zwischen aktueller Berichterstattung und Hintergrundwissen.

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